Die Modellfabrik „3D-Druck, Individualisierte Produktion und Digitale Arbeitswelten“ im Fachgebiet Fertigungstechnik und Fertigungsautomatisierung des Fachbereiches SciTec – Präzision, Optik, Materialien, Umwelt – an der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) ist einer von fünf Standorten im Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Ilmenau.

Aufgabe des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums ist es, kleine und mittlere Unternehmen bei der Digitalisierung, Vernetzung und Einführung von Industrie 4.0-Anwendungen zu unterstützen. Ziel ist es, Digitalisierung und Industrie 4.0 für kleine und mittlere Unternehmen durch entsprechende Informations- und Demonstrationsangebote anschaulich und greifbar zu machen. Dazu gehören:

- Informationsgespräche und Informationstage
- Werkstattgespräche und Stammtische
- Vorträge und Workshops
- Test- und Erprobungsmöglichkeiten in den Laboren
- Checklisten, Leitfäden, Praxisbeispiele

Alle Angebote sind für Unternehmen kostenlos. Unternehmen haben außerdem die Möglichkeit, sich in so genannten Umsetzungsprojekten bei ihren Digitalisierungsvorhaben begleiten zu lassen.

Die Modellfabrik „3D-Druck, Individualisierte Produktion und Digitale Arbeitswelten“ ist innerhalb des Kompetenzzentrums verantwortlich für drei Themenfelder.

 

3D-Druck3D-Druck Ongom 1

- Anwendungsfelder, Einsatzvoraussetzungen, Vor- und Nachteile unterschiedlicher 3D-Druckverfahren
- Möglichkeiten der Nachbearbeitung von gedruckten Bauteilen
- Integration additive Fertigungsverfahren in ein bestehendes Produktionsumfeld
- Erstellung, Bearbeitung und Austausch von 3D-Druck-Dateien
- Datenerfassung, Datenauswertungsmethoden und Ansätze zur Steigerung der Datenqualität beim 3D-Druck
- Prozesseffizienz- und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen für die additive Fertigung
  (Einflussfaktoren, Vorgehen und Methoden zur Bewertung)
- Chancen und Risiken der Nutzung und Vernetzung über Cloud-Computing am Beispiel der Additiven Fertigung
- Laserauftragsschweißen, z.B. für die Werkzeugreparatur

 

Individualisierte Produktion

- Systeme und Anwendungen zur Virtualisierung von Produktions- und Montageprozessen / Virtuelle Prozessplanung (Planung von Roboter- und Montagezellen)
- Vernetzung von CNC-Bearbeitungszentren mit integrierten CAX-Modulen
- Simulation laserunterstützter Fertigungsprozesse
- Oberflächenfunktionalisierung (Schneiden, Schweißen, Beschriften in Kombination)
- Nutzung externer Daten in der Lasermaterialbearbeitung
- Vernetzte Lasermaterialbearbeitungsprozesse: technische und organisatorische Voraussetzungen, Kosten und Beispiele
- Dialogbasierte Prozessentwicklung
- Anwendung von Simulationen zur flexiblen Gestaltung von Fertigungsabläufen

 

Digitale Arbeitswelten

- Auswirkungen der Digitalisierung auf die Organisation von Unternehmen
  (Gestaltung von Arbeitsabläufen, Arbeitszeitgestaltung und Arbeitssicherheit)
- Anpassung von Arbeitsprozessen
- Einbindung von Mitarbeitern in Digitalisierungsprozesse: neuen Formen von Weiterbildung, Führung und Zusammenarbeit
- Auswirkungen auf die Anforderungen an die Beschäftigten
- Qualifikationsbedarfe
- veränderte Beanspruchungen Entlastungspotenziale

 

Das Kompetenzzentrum unter Federführung der Technischen Universität Ilmenau wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) seit Oktober 2016 bis September 2019 mit insgesamt 4,7 Millionen Euro gefördert. Folgende Projektpartner sind beteiligt:

- Modellfabrik „Vernetzung von Maschinen und Produktionsprozessen“ an der Technischen Universität Ilmenau
- Modellfabrik „3D-Druck, Individualisierte Produktion und Digitale Arbeitswelten“ an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena
- Modellfabrik „Migration“ am Institut für Mikroelektronik- und Mechatronik-Systeme gemeinnützige GmbH in Ilmenau
- Modellfabrik „Prozessdatengenerierung und -transfer“ an der GFE-Gesellschaft für Fertigungstechnik und Entwicklung Schmalkalden e.V.
- Modellfabrik „Produktionssteuerung und Leitsysteme“ des Fördervereins für Anwendung und Bildung auf dem Gebiet Industrie 4.0 (Fab-I4.0 e.V.) (Unterauftragnehmer)

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Ilmenau ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“. In der Förderinitiative werden bundesweit Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren, ein Kompetenzzentrum „Digitales Handwerk“ und vier Mittelstand 4.0-Agenturen im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Der Förderschwerpunkt unterstützt Unternehmen beim intelligenten Einsatz von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien und stärkt damit ihre Wettbewerbsfähigkeit.

 

Ansprechpartner:

Professor Dr.-Ing. Jens Bliedtner (Projektleiter)
Dipl.-Wirt.-Inf. Constance Möhwald
M.Eng. Patrick Ongom-Along
M.A. Ralf Klinkowski

Angebote der Modellfabrik als pdf
Faktenblatt Mittelstand 4.0 als pdf
Link auf die Website des Kompetenzzentrums

 

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