Zum zweiten Mal nach 2017 war das Mitteldeutsche Forum Rapid Technologien am 02. Juni 2021 an der Hochschule Mittweida zu Gast. Die Veranstaltung wird im jährlichen Wechsel von einer der Partnerhochschulen (Hochschule Merseburg, HTWK Leipzig, EAH Jena und Hochschule Mittweida) gemeinsam mit dem Mitteldeutschen Netzwerk Rapid Prototyping (enficos) organisiert.

Das Forum fand als Treffpunkt von Branchenexpert:innen aus Industrie und Forschung bereits zum 8. Mal statt und erfreute sich, trotz der digitalen Durchführung, eines wachsenden Interesses.
Rapid-Prototyping-Verfahren, Additive Fertigung und 3D-Druck sind geläufige Begriffe einer nunmehr etablierten Technologie. Diese Technologie leistet auch unter der Pandemie ihren Beitrag, u.a. durch die Herstellung von Hilfsmitteln wie Türöffner oder Schutzmasken. 3D-Druck als additives Fertigungsverfahren ist somit seit mehreren Jahren in aller Munde. Das 8. Mitteldeutsche Forum Rapid Technologien, mit dem Thema „3D-Druck in der Anwendung“, gab viele Interessante Einblicke in aktuelle Forschungsschwerpunkte sowie Use-Cases aus Industrie und Praxis.

Im Rahmen der diesjährigen, digitalen Veranstaltung präsentierte die Arbeitsgruppe Bliedtner aktuelle Forschungsergebnisse aus dem Bereich der Additiven Fertigung.

Forum Rapid Technologien Vortrag SchwagerForum Rapid Technologien Vortrag Layher

Frau Anne-Marie Schwager stellte in ihrem Vortrag „3D Druck von dreidimensionalen Grünkörpern zur Fertigung von optischen Bauteilen aus Quarzglas“ die Entwicklung und Umsetzung eines neuen Stereolithografie-Verfahrens zur Verarbeitung von Glas gefüllten Resinen vor.
In einem weiteren Vortrag mit dem Titel „Additive Fertigung von endkonturnahen Feingussformen mittels Stereolithografie von Keramikresinen“ präsentierte Herr Michel Layher die Ergebnisse der gemeinsamen Forschungsarbeiten mit dem Partner Schubert & Salzer Feinguss Bad Lobenstein GmbH.

Am 14. und 15. Januar 2021 hat die 12. Jenaer Lasertagung erstmals als digitale Veranstaltung stattgefunden. Gemeinsam mit OptoNet e. V., dem Institute of Applied Physics der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (EAH) und dem Günter-Köhler-Instituts für Fügetechnik und Werkstoffprüfung (ifw Jena) konnten die folgenden Themenfelder diskutiert werden:

  • Trends in der System- und Verfahrensentwicklung
  • Moderne Technologien in der UKP-Lasertechnik
  • Laserbasierte additive Fertigung
  • Simulations- und Messverfahren
  • Laser-Shock-Peening
  • Laserstrahlschweißen

Insgesamt wurden 47 Fachbeiträge aus diesen Schwerpunktbereichen dem Publikum digital präsentiert und diskutiert.

Des Weiteren konnte auch eine digitale Postersession realisiert werden, in welcher die Posterbeiträge live präsentiert und diskutiert wurden.

robin hassel lasertagung

Das Poster unseres Masteranden Robin Hassel, mit dem Thema „Neuartige Prozesskette zum hybriden laserstrahlunterstützten Thermoformen von 3D-Glaselementen“, wurde als bester Posterbeitrag prämiert. Wir gratulieren Herrn Hassel herzlichst zu seinem Erfolg!

Weitere Informationen zur Lasertagung sind unter https://www.lasertagung-jena.de/ und unter https://optonet-jena.de/we-did-it-12-jenaer-lasertagung/ einsehbar.

lasertagung jena

Im Rahmen des Projektes „Virtuelle Produkt- und Prozessentwicklung“ (VIPO) wurde an der EAH Jena ein großvolumiges Schmelzschichtsystem mit Granulatextruder entwickelt und in Kooperation mit der Jenaer Antriebstechnik aufgebaut und in Betrieb genommen. Das hochgenaue 3 Achs Positioniersystem erlaubt die Fertigung von Bauteilen mit Abmessungen bis zu 550 x 550 x 550 mm³.

Zum Thema erschien der Beitrag "Ernst-Abbe-Hochschule Jena entwickelt Großformat-FDM-3D-Drucker mit 3-Achs-Positioniersystem".

JAT EAH Video

Am 14. Oktober 2020 fand der 5. Studentische Forschertag der AG Bliedtner an der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena statt.

Unter strengen Hygienemaßnahmen auf Grund der aktuellen Covid-19- Situation, stellten dieses Mal sieben Masteranden aktuelle Forschungs- und Versuchsergebnisse in je 20-minütigen Vorträgen vor. In einer anschließenden Frage- und Diskussionsrunde wurde nicht nur Feedback zu der Vortragsweise gegeben, sondern wurden auch themenübergreifende konstruktive Lösungsansätze aus dem Auditorium diskutiert.

Die Veranstaltung diente der Förderung des interdisziplinären Wissensaustauschs, sowie der Vertiefung wissenschaftlicher Veröffentlichungs- und Arbeitsweisen der Nachwuchswissenschaftler.

Durch eine an die Bewertung von Abschlussarbeiten angelehnte Auswertung, welche dieses Mal digital über die Forschungscloud der EAH durchgeführt wurde, konnten die folgenden Gewinner ermittelt werden:

  1. Platz: Felix Thumann mit „Präparation von Alkaliborosilikatgläsern für das selektive Lasersintern“
  2. Platz: Paul Wiemuth mit „Präparation dreidimensionaler Formkörper aus SiO2-Kompositmaterialien mittels additiver Fertigung“
  3. Platz: Robin Hassel mit „Laserbasiertes formfreies Tiefziehen von Borosilicatglas als Teilprozess eines neuartigen hybriden Formgebungsverfahrens“

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Vom 7. bis 10. September fand die LANE Konferenz statt. Themen der Lasermaterialbearbeitung wurden mit aufkommenden globalen Herausforderungen der Fertigung verknüpft und diskutiert. Aufgrund der speziellen Umstände im Jahr 2020 wurden neue Wege beschritten, und die Konferenz ist erstmals ausschließlich virtuell zu finden. Dazu sind virtuelle Konferenz- und Meetingräume eingerichtet wurden. Auch die AG-Bliedtner war mit wissenschaftlichen Vorträgen vertreten.

https://www.lane-conference.org/

Maske News2kl3br

Auf Basis eines Open-Source-3D-Modells stellen der Jenaer 3D-Druck-Dienstleister 3Faktur GmbH und die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jens Bliedtner an der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena einen Gesichtsschild her, der geeignet ist, das Risiko von Tröpfcheninfektionen zu mindern, einem der Hauptübertragungswege von Covid-19. Die Maske besteht aus einer Halterung, die im 3D-Druck mit dem Multi Jet Fusion-Verfahren von der 3Faktur hergestellt wurde. Daran befestigt ist ein Visier aus handelsüblicher PET-Folie, zugeschnitten mit Hilfe eines Lasersystems an der EAH Jena.

Geeignet ist die Vorrichtung für medizinisches Personal und Menschen, die bei ihrer täglichen Arbeit intensiven Publikumsverkehr haben und damit besonders gefährdet sind, zum Beispiel VerkäuferInnen, ZustellerInnen oder Personal im Nahverkehr. Das Visier ist wechselbar und kann mit heißem Wasser gereinigt und üblichen Sprühlösungen desinfiziert werden.

In der aktuellen Notsituation drucken und konfektionieren die Hochschule in Hong Kong und lokale Unternehmen täglich bis zu 30.000 ähnlicher Visiere für Krankenhäuser ihrer Stadt.

Die 3Faktur GmbH aus Jena als klassischer 3D-Druck-Dienstleister ist wie die Ernst-Abbe-Hochschule Mitglied im Thüringer Zentrum für Additive Technologien (THAT). Im Rahmen von Forschungsprojekten arbeiten das Unternehmen und die Arbeitsgruppe Bliedtner der EAH Jena bereits erfolgreich zusammen. Darüber hinaus ist die EAH Jena als Träger der Modellfabrik 3D-Druck Ansprechpartner für Unternehmen der Region bei Fragen rund um die Nutzung der additiven Technologien sowie auch den Einsatz von Laseranwendungen.

In Abstimmung des Unternehmens und der Hochschule erfolgt der Verkauf des Gesichtsschildes zum Selbstkostenpreis und ausschließlich an Unternehmen sowie medizinische und infrastrukturkritische Einrichtungen. Interessenten melden sich bitte bei Markus May von der 3Faktur GmbH (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., Telefon 3641 / 2259 - 000) oder Constance Möhwald von der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., Telefon 03641 / 205 - 128).

Am 16.03.2020 hat Herr Christian Schindler sein Promotionsvorhaben mit dem Titel „Formabtrag an mineralischen Gläsern mit ultrakurz gepulster Laserstrahlung“ erfolgreich verteidigt und abgeschlossen. Wir gratulieren hierzu herzlichst und bedanken uns für die erfolgreiche Zusammenarbeit sowie Unterstützung im Projekt OpTec4.0!

Betreut wurde das Promotionsvorhaben durch die EAH Jena von Prof. Dr. Jens Bliedtner und seitens der TU Ilmenau von Prof. Dr. Jean Pierre Bergmann.

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Beim diesjährigen Thüringer Werkstofftag, welcher am 04.03.2020 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena stattfand, wurde das Poster mit dem Titel „Herstellung und Charakterisierung photosensitiver SiO2-Partikelsuspensionen für die stereolithographische Präparation dreidimensionaler Formkörper“ mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Inhaltlich wurden die ersten Teilergebnisse des Verbundprojektes „Hybridglas- Stereolithografie (FK: 2018VF034)“, vom Projektkonsortium vorgestellt. Insbesondere die Resinentwicklung für die stereolithografische Herstellung von Glasformkörpern sowie die Prozess- und die entsprechenden Anlagenentwicklungen wurden auf dem Poster dargestellt.

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