SAPHIRA-Netzwerktreffen an der EAH: Kick-Off für innovative Hochleistungsoptiken aus sprödharten Materialien

Mit dem Kick-Off an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena ist das internationale ZiM-Netzwerk Saphira am 12.05.26 erfolgreich gestartet. Im Mittelpunkt des durch die EurA AG koordinierten Netzwerks steht die Entwicklung innovativer Hochleistungsoptiken aus sprödharten Materialien, unter anderem mit dem Werkstoff Saphir.

Zum Auftakttreffen kamen 21 Teilnehmende aus Industrie und Forschung zusammen, um im Rahmen eines Elevator Pitchs die Netzwerkpartner vorzustellen, sich persönlich kennenzulernen und gemeinsame thematische Anknüpfungspunkte auszuloten. Das Konsortium vereint Partner aus Deutschland, der Schweiz und der Slowakei und schafft damit eine internationale Basis für anwendungsnahe Forschungs- und Entwicklungskooperationen.

Fachliche Impulse setzten die Vorträge von Herrn Löslein (Löslein Solutions GmbH / SAPPHCOM), Herrn Marxer (RhySearch. Das Forschungs- und Innovationszentrum Rheintal) sowie Herrn Frank und Herrn Henkel (EAH Jena).  Sie gaben Einblicke in aktuelle Entwicklungen, technologische Herausforderungen und mögliche Innovationspotenziale im Bereich der Optikfertigung, kristalliner Werkstoffe und sprödharter Hochleistungsoptiken.

Ein weiterer Programmpunkt war die Führung durch die Fertigungslabore der AG Bliedtner an der EAH Jena. Dabei erhielten die Teilnehmenden Einblicke in vorhandene technologische Kompetenzen und Forschungsinfrastruktur vor Ort.

Im anschließenden World Café wurden Projektideen gemeinsam weiterentwickelt und vertieft. Der offene Austausch zwischen Wissenschaft und Industrie bildete eine wichtige Grundlage, um künftige Kooperationsansätze zu konkretisieren und erste Entwicklungslinien für das Netzwerk herauszuarbeiten.

Mit dem gelungenen Auftakt ist ein wichtiger Grundstein für die weitere Zusammenarbeit im ZiM-Netzwerk SAPHIRA gelegt.

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Bildquelle: EAH Jena (2026)

Zwischen Forschung und Fossil – die AG-Bliedtner auf der Rapid.Tech 3D 2026

Sobald sich die dünnen Kunststoffschichten Schicht für Schicht verbinden, entstehen nicht nur Prototypen für den Maschinenbau, sondern bisweilen auch faszinierende Brücken in die Vergangenheit. Ein eindrucksvolles Beispiel präsentierte die AG Bliedtner vom 5.-7. Mai 2026 auf der 22. Rapid.Tech 3D: die vergrößerte 3D-Rekonstruktion einer etwa 40 Millionen Jahre alten Ameise, eingeschlossen in Bernstein aus der Sammlung Johann Wolfgang von Goethes.

Dieses Exponat veranschaulichte eindrucksvoll die Präzision hochauflösender additiver Fertigungsverfahren und zeigte zugleich, wie materialwissenschaftliche Analyse- und Fertigungstechniken wertvolle Beiträge zur Erforschung, Bewahrung und Vermittlung kulturhistorischer Objekte leisten können. Darüber hinaus informierte die AG Bliedtner über ihre aktuellen Forschungsergebnisse, praxisnahe Lehrangebote und vielfältige Kooperationsmöglichkeiten für Unternehmen.

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Bildquelle: AG Bliedtner (2026)

+++ VERANSTALTUNGSANKÜNDIGUNG +++

Industrieforum Smarte Fertigung

Am 22. April 2026 von 13:00 bis 17:30 Uhr findet in der Firma Adtran SE in Meiningen das Industrieforum "Smarte Fertigung" statt. Veranstaltet vom ThZM, der ELMUG eG, dem Mittelstand-Digital Zentrum Ilmenau und der LEG Thüringen/Innovativ Thüringen ist das Thema dieses Mal: "Automatisierung in der Elektronik- und Gerätefertigung".

Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier: https://www.innovativ-thueringen.de/aktuelles/veranstaltungen/innomeet-industrieforum-smarte-fertigung-automatisierung-und-robotertechnik-in-der-elektronik-und-geraetefertigung/  

 

Am 12. November 2025 wurde im Rahmen des 4. Wissenschaftlichen Forums zur ULTRASONIC-Bearbeitung das ULTRASONIC COMPETENCE CENTER Jena an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena feierlich eröffnet. Mit der neuen Einrichtung wird ein wichtiger Meilenstein für Forschung, Entwicklung und industrielle Anwendungen der Ultraschallbearbeitung hart-spröder Materialien an der Hochschule gesetzt.

Die Eröffnungsveranstaltung bot den über 100 Fachbesucherinnen und Fachbesuchern ein abwechslungsreiches Programm. Nach dem offiziellen Auftakt folgten spannende Fachvorträge von Experten aus Wissenschaft und Industrie zu neusten Entwicklungen und Erkenntnissen in der Ultrasonic-Bearbeitung, sowie zu Impulsen und Erfahrungsberichten aus Anwender- und Technologiesicht.

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Eine begleitende Ausstellung, von moderner Datenaufbereitung über hochpräzise Werkzeuge bis hin zur Messtechnik und Qualitätssicherung, mit mehreren Firmen, sowie Live-Demonstrationen modernster Verfahren an drei 5-Achs CNC-Anlagen ermöglichten tiefgehende Einblicke rund um die Schleif-Bearbeitung von Quarzglas, Keramik und Glaskeramik. Die Veranstaltung bot damit zahlreiche Gelegenheiten zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung interessierter Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft.

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Fotos: GECKO.1 

Der studentische Forschertag der AG Bliedtner hat sich inzwischen zu einer internen Tradition entwickelt. So fand am 24.10.2025 die bereits 13. Auflage statt, bei der fünf teilnehmende Studierende wieder die Möglichkeit hatten, den aktuellen Stand ihrer Projekt- oder Abschlussarbeiten aus den Bereichen der additiven Fertigung und Lasermaterialbearbeitung vor der Arbeitsgruppe zu präsentieren.

Nach fünf spannenden Vorträgen aller teilnehmenden Studierenden hat sich, nach einem sehr knappen Rennen um den Sieg, Elena Wettemann mit ihrer Präsentation zum Thema „Prozesscharakterisierung des Laserstrahlhärtens von Stählen“ durchsetzen können. Der wohlverdiente zweite Rang geht in diesem Jahr an Pascal Leser mit seinem Vortragsthema „Entwicklung und Umsetzung einer Anlagentechnik für die additive Fertigung auf Basis von Wasserglas“. Ebenso interessant war der Vortrag des drittplatzierten Leonhard Jabin zum Thema „Konstruktive Umsetzung einer Rütteleinheit für den Granulateinzug eines Einschneckenextruders“.

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Fotos: Stefan Meier 

Wir gratulieren den Gewinnerinnen und Gewinnern und bedanken uns bei allen für die spannenden Vorträge und interessierten Fragen aus dem Publikum, die auch diesen studentischen Forschertag wieder sehr schön abgerundet haben.

Alle zwei Jahre findet die ECerS-Konferenz statt. Sie ist eine der wichtigsten Plattformen für den Austausch internationaler Spitzenforschung und Produktentwicklung in verschiedenen keramikbezogenen Bereichen.

Auch die diesjährige "XIXth Conference of the European Ceramic Society” vom 31. August bis zum 4. September 2025 im International Congress Center Dresden war mit mehr als 1400 Teilnehmenden aus über 40 Ländern und 15 Symposien sowie zusätzlichen Veranstaltungen ein voller Erfolg.

Die AG Bliedtner war mit mehreren Beiträgen vertreten. Hans Georg Pensel präsentierte im Rahmen des Symposiums 14 „Ceramic membranes, water & solvent treatment and gas separation“, seine aktuelle Forschung zum Thema „Additively manufactured ceramic membranes and complex support structures inspired by nature“. Dabei wurde die additive Herstellung komplexer keramischer Trägerstrukturen und deren Beschichtung aus dem Projekt "Technische Niere" (ThWIC) gezeigt. Das Ziel besteht darin, neuartige Keramikfilter zur Wasseraufbereitung zu entwickeln, die in der Mikro-, Ultra- und Nanofiltration zum Einsatz kommen können.

Außerdem konnten Toni Wille mit dem Beitrag „Extrusion-based additive manufacturing of soft magnetic components” und Hans Georg Pensel mit dem Beitrag „Technical kidney – Investigation of the additive manufacturing of ceramic membrane & carrier structures” neue Untersuchungen der AG Bliedtner im Bereich der additiven Fertigung vorstellen und mit dem interessierten Fachpublikum diskutieren.

Recap Video: https://www.youtube.com/watch?v=6SzJb11hae4

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International Congress Center & Dresdner Altstadt am Abend (Foto: Toni Wille) Toni Wille mit Poster (Foto: Hans Georg Pensel) Hans Georg Pensel mit Poster (Foto: Toni Wille)

Auf der jährlich stattfindenden internationalen Erfindermesse iENA wurden im November 2024 in Nürnberg wieder zahlreiche Erfindungen präsentiert und ausgezeichnet. Für alle Thüringer Beträge fand dazu am 12.12.2024 im Landespatentzentrum Thüringen (PATON) an der TU Ilmenau die Auszeichnungsveranstaltung, sowohl aus der Wirtschaft als auch aus der Wissenschaft, statt. Eine Bronzemedaille ging an das Forscherteam um Prof. Jens Bliedtner.

Ausgezeichnet wurde die Entwicklung einer Glasextrusionsanlage und eines neuartigen generativen Verfahrens, das die direkte Herstellung kompakter, dreidimensionaler und geometrisch präziser Glasbauteile ermöglicht. Dabei werden kontinuierlich zugeführte Glasfasern indirekt durch Laserstrahlung erweicht. Das Ergebnis ist ein flexibles und präzises Fertigungsverfahren, das den schichtweisen Aufbau von Bauteilen aus Werkstoffen wie Borosilikatglas oder Quarzglas ermöglicht - ohne organische Bindemittel oder aufwändige Nachbearbeitung. Mit dieser innovativen Faserextrusionstechnologie kann der 3D-Druck um hochwertige Glaswerkstoffe erweitert werden und eröffnet damit neue Anwendungsmöglichkeiten in der Bioanalytik, Chemie und Optik.

Die Miterfinderin Anne-Marie Layher präsentierte die Erfindung den anwesenden Gästen und nahm gemeinsam mit Andreas Hopf, Jan Delith und Volker Reichelt die Auszeichnung entgegen. Das gesamte Erfinderteam besteht aus Prof. Dr. Jens Bliedtner, Anne-Marie Layher und Andreas Hopf von der EAH Jena sowie Dr. Jan Dellith, Dr. Jens Kobelke und Volker Reichel vom Leibniz-Institut für Photonische Technologien e. V.

Auszeichnung iENA 2024

Foto: Jens Dahlems, Patentmanagement Thüringer Hochschulen