Auch dieses Jahr stellte unsere Arbeitsgruppe aktuelle Forschungsergebnisse durch Posterbeiträge und Fachvorträge auf der 92. Tagung der Deutschen Glastechnischen Gesellschaft (DGG) vom 28.05.-30.05.18 in Bayreuth vor.  

Der studentische Posterwettbewerb fand direkt am ersten Abend statt, bei dem Themen aus den Bereichen „Selektives Lasersintern von Quarzglaspulvern“ (von Armin Bruder, Patricia Lasch), „Laserbasiertes Umformen“ (von Alexandra Dreher) sowie „Untersuchungen zu Sub Surface Damages“ (von Oliver Jüngling, Lukas Tianis) erfolgreich präsentiert werden konnten.

Zusätzlich zum Posterwettbewerb wurde es dem wissenschaftlichen Nachwuchs außerdem ermöglicht innerhalb der Tagung an einem studentischen Workshop „Glas? Klar! Clear as Glass“ teilzunehmen. Die Tandemvorträge wurden von Hochschulprofessoren und ihren Doktoranden gehalten. Im Falle der EAH Jena stellte Herr Prof. Bliedtner einen allgemeinen Überblick über die wichtigsten Verfahren in der Lasermaterialbearbeitung von silikatischen Werkstoffen vor, welcher durch Frau Anne-Marie Schwagers Beitrag zum Laserstrahlpolieren und –umformen ergänzt wurde.

Am zweiten und dritten Tag erfolgten hochqualifizierte Fachbeiträge aus verschiedenen glastechnischen Bereichen in sechs verschiedenen Sessions. Im Bereich der Session „Laser Application on Glass“ vertrat Frau Anne-Marie Schwager unsere Arbeitsgruppe und stellte zusammen mit Dr. Jan Dellith vom Leibniz-Institut für Photonische Technologien in einem Tandemvortrag die neuesten Forschungsergebnisse aus dem Bereich des „Hochtemperatur-Selektiven Lasersinterns (HT-SLS)“ vor.

 

Patricia DGGArmin DGG

Gruppenbild
Am Dienstag, den 15.05.2018, fand der erste studentische Forschertag an der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena statt. Bei dieser ganztägigen Veranstaltung stellten die Bacheloranden und Masteranden der AG Bliedtner ihre aktuellen Forschungsarbeiten vor. Die Themen waren in den Bereichen der Optiktechnologien, der Lasermaterialbearbeitung sowie der additiven Fertigung angesiedelt Schwerpunkte der Veranstaltung waren der interdisziplinäre Wissensaustausch zwischen den zukünftigen Absolventen sowie die Vertiefung wissenschaftlicher Arbeits- und Veröffentlichungsweisen. Die Nachwuchswissenschaftler diskutierten angeregt und bewerteten sich gegenseitig, angeleitet und unterstützt von ihren Mentoren und Hochschulbetreuern.
Durch die Bewertung der Studenten konnten die folgenden 3 Gewinner ermittelt werden:

1. Platz: Lukas Tianis mit dem Thema "Automatisierte Auswertung von Oberflächendaten zur Quantifizierung von Unebenheiten"
2. Platz: Carolin Lampert mit dem Thema "Entwicklung einer Halterungsvorrichtung zur Justage von Dachkantelementen"
3. Platz: Oliver Elies mit dem Thema "Untersuchungen zum grundlegenden Verständnis des Abtragverhaltens bei statischer und dynamischer Bestrahlung mit ultrakurzen Laserpulsen"

IMG 20180515 151450

Von links nach rechts: Prof. Dr. Bliedtner, Oliver Elies, Lukas Tianis, Anne-Marie Schwager, Carolin Lampert und Sebastian Henkel

Gefördert wird diese Nachwuchsförderung durch das Förderprogramm „Forschung an Fachhochschulen“ vom BMBF im Projektvorhaben OpTec 4.0, Förderkennzeichen 13FH003IA6.

OpTec OptonetFachvortrag – Beispiele – Diskussion – Laborrundgang

Ort: Aula der Ernst-Abbe-Hochschule Jena

Termin: 9. Mai 2018 ab 13.00 Uhr

Der Workshop zeigte am Beispiel einer konkreten Lösung technische Möglichkeiten zur Vernetzung unterschiedlichster Maschinentypen und Einzellösungen zur Digitalisierung in der Fertigung. Im Rahmen eines World-Cafés hatten Unternehmen die Gelegenheit, anhand ihrer konkreten Anforderungen gemeinsam mit Experten Bedarfe zu erfassen,  zu systematisieren und Ansätze für Lösungswege zur Vernetzung in der Fertigung  zu erarbeiten.

 

Vom 23. bis 27. April 2018 fand die industrielle Weltleitmesse mit 5000 Austellern aus 75 Ländern in Hannover statt. Auch die AG Bliedtner präsentierte dort ihre neuesten Projekte unter dem Logo der „Forschung für die Zukunft“ in den Bereichen Optiktechnologie, ultraschallunterstützes Schleifen und Lasermaterialbearbeitung. Insbesondere die Proben aus den Bereichen Laserstrahlschockhärten, Laserauftragschweißen und UKP-Strukturierung boten Grundlage für interessante Gespräche und zeigten die breite Aufstellung der Arbeitsgruppe im Bereich der optischen Technologien. Ferner wurde das Projekt OpTec4.0 vorgestellt, welches die Vernetzung von Hochschulen und Industrie in Fragestellungen der optischen Technologien und Industrie 4.0 zum Ziel hat. Neben diesen Forschungsthemen waren auch die Rekrutierung des wissenschaftlichen Nachwuchses für Unternehmen und das Studienangebot der EAH für studieninteressierte Schüler Schwerpunkte der Gespräche am Stand.

Hannovermesse1

Hannovermesse2

 

Die SPIE Phtonics ist die einzige europäische Veranstaltung, welchSPIE Photonics Europee interdisziplinäre Optik und Photonik Technologien von der digitalen Optik über Quantentechnologien bis hin zur Attosekunden-Wissenschaft abdeckt. Auf der Veranstaltung in Straßburg (22.-26.4.) präsentierte Anne-Marie Schwager in der Session „3D Printed Optics and Additive Photonic Manufacturing“ die aktuellen Forschungsergebnisse zum Thema „Production of glass filters by selective laser sintering“, welche in den Proceedings der SPIE als Paper veröffentlich wurden.

Deggendorf InstituteBei der 5. Ausgabe des „European Seminar on Precision Optics Manufacturing“ konnten am 10. und 11. April 2018 wieder Experten für optische Fertigungstechnik miteinander diskutieren. Das Seminar bot die Möglichkeit eines Wissensaustausches der zahlreichen, auch internationalen, Teilnehmer zu verschiedenen aktuellen Themen der Herstellung präzisionsoptischer Bauteile und Messverfahren. Bei der Veranstaltung im bayrischen Teisnach nahe Deggendorf stellten die Hochschulen TH Deggendorf, HS Aalen und EAH Jena mit der AG Bliedtner ihr gemeinsames Kooperationsprojekt OpTec4.0 vor. Das Projekt umfasst unter anderem die digitale Vernetzung der Hochschulstandorte Jena, Aalen und Deggendorf über angepasste Cloud-Lösungen, um  die  Verknüpfung optischer  Technologien mit  dem

hochaktuellen Ansatz "Industrie 4.0" zu entwickeln und erproben. 

Zahlreiche Studien prognostizieren den additiven Fertigungsverfahren eine wichtige Rolle als Schlüsseltechnologie, insbesondere im Zusammenhang mit einer zunehmend individualisierten Produktion. Immer neue Materialien und Verfahren werden entwickelt und zunehmend in der industriellen Produktion eingesetzt. Ein zentrales Thema spielen dabei Fragen der Qualitätssicherung und Messtechnik von additiv gefertigten Bauteilen und die online-Prozesskontrolle.

3D-Druck-Anwender aus verschiedenen Branchen, Hersteller von Sensor- und Messtechnik, Wissenschaftler, Softwareentwickler und Hersteller von 3D-Druck-Komponenten trafen sich am 8. März 2018 zu einem Workshop an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, um über aktuelle Herausforderungen der Qualitätssicherung in der additiven Fertigung zu diskutieren. Initiiert wurde die Veranstaltung durch das Projekt HyAdd3D der EAH Jena im Rahmen der BMBF-Initiative ProMat_3D (Additive Fertigung – Individualisierte Produkte, komplexe Massenprodukte, innovative Materialien).

Verschiedene Fachvorträge, eine Diskussion und ein World-Café zur Erfassung konkreter Anforderungen an Lösungen für ein sicheres und zugleich handhabbares Qualitätsmanagement waren Inhalt des Workshops. Vor allem die Beispiele aus den Fachvorträgen gaben interessante Einblicke zu den Herausforderungen der Qualitätssicherung in der additiven Fertigung und waren Ausgangspunkt für das spätere Diskussionsforum:

• Niklas Eschner vom KIT referierte über die „Entwicklung einer akustischen Prozessüberwachung für das Laser-Strahlschmelzen“,
• Volker Renken vom Bremer Institut für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft (BIMAQ) stellte „Möglichkeiten zur Fehlerreduktion in der additiven Fertigung
   durch Sensorintegration und eine adaptive Regelungsstrategie“ vor und
• Angelina Marko vom IPK präsentiert Inhalte aus dem Projekt „Qualitätsmanagement für die sichere und robuste Additive Produktion“.

Bei einem Rundgang durch die Labore des Fachgebiets wurden verschiedene Anwendungen live demonstriert. Auch hier setzten die über 40 Workshop-Teilnehmer ihre Fachdiskussionen und den Erfahrungsaustausch fort. Das Projekt Modellfabrik 3D-Druck beteiligte sich ebenfalls aktiv an diesem Workshop und nutzte die Gelegenheit, mit Anwendern und Experten ins Gespräch zu kommen.

Für einen weiteren Workshop besteht der Wunsch, vor allem Industrievertreter (Anlagenhersteller und Materiallieferanten) als Referenten einzuladen, um den thematischen Diskussionskreis zu erweitern.
QM-Workshop 2018
Bilder: Bernd Würtele, Caroline Reinert und Constance Möhwald

Am 21. und 22. Februar 2018 fand die W3+ Fair in Wetzlar statt. Auch die AG Bliedtner präsentierte dort ihre Forschung in den W3FAIR LOGO CMYKBereichen Optiktechnologie, ultraschallunterstützes Schleifen und Materialbearbeitung mit dem Ultrakurzpulslaser. Insbesondere die Proben aus den Bereichen Laserstrahlpolieren, Ultra-Feinstschleifen und UKP-Strukturierung boten Grundlage für interessante Gespräche und zeigten die breite Aufstellung der Arbeitsgruppe im Bereich der optischen Technologien. Mit der TH Deggendorf wurde das Projekt OpTec4.0 vorgestellt, welches die Vernetzung von Hochschulen und Industrie in Fragestellungen der optischen Technologien und Industrie 4.0 zum Ziel hat. Neben diesen Forschungsthemen waren auch die Rekrutierung des wissenschaftlichen Nachwuchses für Unternehmen und das Studienangebot der EAH für studieninteressierte Schüler

Schwerpunkte der Gespräche am Stand.

Seite 2 von 2