Rifi

Kurzbeschreibung
Das gesamtheitliche Projektziel von 3D-PATH ist das Erforschen und Entwickeln eines 3D-Reichweitenmodulators. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung von Verfahren zur patientenindividuellen Berechnung und Optimierung von 3D-Reichweitenmodulatoren auf der Grundlage von CT-Datensätzen des Patienten sowie neuer Fertigungstechnologien basierend auf Multimaterialsystemen bzw. Kompositwerkstoffen. Weiterhin soll die Übertragbarkeit auf den Prozess des Feingießens von Metallen Untersucht werden. Zur Qualitätssicherung der Bauteile gilt es schnelle und kostengünstige Messverfahren zu evaluieren und reproduzierbare Messstrategien zu entwickeln. Die Erstellung des Dossiers für das Zulassungsverfahren zum Medizinprodukt ermöglicht den Zugang zu adressierten Märkten in der Medizinbranche.

Der schwerpunktmäßige Aufgabenbereich der EAH-Jena besteht in der Entwicklung des als „Hybrid3D“ bezeichneten, zweistufigen Schichtverfahrens. Dabei wird eine aus Kunstharz bestehende Paste mit einer Füllmasse (Matrixkomponente: Zink bzw. Messing) versetzt. Sie dient der mechanischen Eigenschaftsverbesserung, sodass ein großer Volumenanteil von dieser Matrix eingenommen wird und Aktivkomponenten reduziert werden können. Der möglich werdende Einsatz von nahezu beliebigen Materialien als Füllstoff passt so die Eigenschaften des Bauteils „maßgeschneidert“ an. Unter Ausnutzung von UV-Strahlung mit ausreichend hoher bildlicher Auflösung wird das Material verfestigt. Durch den hybriden Verfahrensansatz können sehr geringe Schichtdicken mit hoher Auflösung in x-y-Richtung gebaut werden. Die numerische Simulation des Bauteils (3D-Reichweitenmodulator) soll die technologische Entwicklung und den Herstellungsprozess wesentlich unterstützen und es ermöglichen, optimierte Bau- bzw. Belichtungsstrategien zu erstellen. Angestrebt wird eine Fertigung nahe am Endprodukt, welche keine zusätzliche Nacharbeit erfordert.

 

Projektlaufzeit:

01.04.2018 – 31.03.2020

Projektpartner:

Portec GmbH

MedCom GmbH

Messtronik GmbH

Technische Hochschule Mittelhessen

GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

Gefördert durch:

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages

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Ansprechpartner:

Prof. Dr.-Ing. Jens Bliedtner

M. Sc. Michel Layher