Auswuchtgerät "Tooldyne"

Tooldyne

Anwendung
Das Tooldyne-Wuchtgerät ist eine universelle Lösung zum Auswuchten von Werkzeugen und Werkzeugaufnahmen. Das Messgerät ist für das Messen in Ein- und Zwei-Ebenen ausgelegt. Damit können auch sehr unterschiedliche und komplexe Werkzeuggeometrien mit bis zu 30 kg perfekt ausgewuchtet werden.

Die AG-Bliedtner verfügt momentan über drei Werkzeugaufnahmeadapter:

    - SK40 (nach DIN 69871)
    - HSK-63 (nach DIN 69893)
    - HSK-32 (nach DIN 69893)

Die HSK-Wuchtaufnahmen sind so ausgelegt, dass die A/C spezifischen Mitnehmersteine einfach herausgenommen werden können. Somit verfügen wir über einen universellen HSK-Adapter für vielseitige Anwendungen.

Wir können die Unwucht durch Bohrausgleich (radial, axial), Fräsausgleich (radial, axial), Festortausgleich (radial, axial) und dem Verschieben von Drehringen bzw. Gewichten kompensieren.

 

Technische Daten

    - Rotorgewicht: 0,5 bis 30 kg
    - Rotordurchmesser: bis zu 400 mm
    - Rotorlänge: bis zu 600 mm
    - Unwucht-Messbereich: 600 – 1200 min-1
    - 1- oder 2- Ebenen Messung

Die kleinste erreichbare Restunwucht entsprechend ISO 21940-21 (2012) beträgt 0,5 gmm/kg/Ebene. Beim Feinwuchten im Labor für Präzisionsbearbeitung an der EAH Jena konnte auch schon eine Restunwucht von ≈0,3 gmm/kg erreicht werden.

 

Was ist Unwucht?

Von einer Unwucht spricht man bei einem rotierenden Körper, dessen Rotationsachse nicht einer seiner Hauptträgheitsachsen entspricht. Unwucht führt zu Vibrationen und erhöhtem Verschleiß vom Werkzeug und Spindel, weshalb sie beispielsweise durch Gegengewichte gewuchtet werden. Ein alltägliches Beispiel dafür sind bspw. Kfz-Räder, deren Unwuchts-Ursache meist die Reifen sind. Man unterscheidet zwischen statischer und dynamischer Unwucht.

 

Warum wuchten?

Die Spindeldrehzahlen moderner Werkzeugmaschinen sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen, um höhere Zerspanleistungen zu erzielen und wirtschaftlicher zu fertigen. Mit deren Steigerungen haben sich auch die Anforderungen an die eingesetzten Werkzeuge und Aufnahmen erhöht. Durch steigende Drehzahlen wirkt sich dann auch die Unwucht zunehmend bemerkbar aus. Vibrationen, schlechte Oberflächengüte und geringe Werkzeugstandzeiten sind die Konsequenz. Erst durch das hochgenaue Auswuchten von Werkzeugen und Aufnahmen lässt sich die volle Leistungsfähigkeit einer Werkzeugmaschine bezüglich Schnittgeschwindigkeiten, Zerspanleistung und produzierter Oberflächengüte erschließen. Denn Wuchten sorgt letztendlich für geringere Vibrationen. Das mindert den Verschleiß von Spindel und Werkzeug, reduziert die Stillstandszeiten und erhöht die Prozesssicherheit. Zudem wird die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse in wissenschaftlichen Zerspanungsuntersuchungen erhöht.

 

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